Meiden

Meiden
1. Meid, das du sagst, es sey nit recht. – Franck, I, 157b.
2. Meid, hilffts nit, so leid. – Franck, I, 152a; Petri, II, 471; Gruter, I, 59; Latendorf II, 21; Schottel, 1126a; Körte, 4190; Hertz, 68.
3. Meide die Güsse, so meidest du die Flüsse. – Lohrengel, I, 507.
4. Meiden bringt Leiden. – Petri, II, 471.
5. Meyd, leyd, suche ehrliche Frewd. – Lehmann, II, 412, 65.
6. Meydt, leydt vnd schweygk, es kompt die zeytt, das schweygen macht leyden beydt. – Latendorf, Jahrbuch, 263.
7. Was m' nid cha mîda, mûes m' willig lîda. (Bern.) – Zyro, 35.
8. Was man nit kan meiden, sol man willig leiden. – Franck, II, 192a; Egenolff, 272b; Petri, II, 590; Latendorf II, 29; Lehmann, 242, 48; Gruter, III, 98; Lehmann, II, 835, 153 u. 865, 68; Chaos, 728; Eiselein, 458; Gaal, 1081; Steiger, 139; Simrock, 6932; Körte, 4191;
Graf, 277, 310; Braun, I, 2649.
Aber auch sonst nichts.
Engl.: What can't be cured, must be endured. (Masson, 135; Eiselein, 458; Gaal, 1081.)
Frz.: Il faut vouloir ce qu'on ne peut empêcher.
It.: Soffrir te davi ciò che rimediar non puoi. (Pazzaglia, 354, 6.)
Lat.: Feras non culpes, quod vitari non potest. (Publ. Syr.) (Philippi, I, 158; Hauer, Kiii.) – Ferre decet patientur onus, quod ferre necessum; qui jacet invitus, durius ille jacet. (Gaal, 1081.) – Levius fit patientia quidquid corrigere est nefas. – Optimum est pati, quod emendari non possis.
Schwed.: Bäst at lida det, man ej kan wrida. (Rhodin, 9.) – Bäst lijda dot man intet kan wrijda. (Grubb, 63; Marin, 6.)
Ung.: A' mit meg jobbítani nem lehet, békkel türd. (Gaal, 1081.)
9. Wer dich meidet, den suche nicht.
10. Willst du meiden Neid und Tücke, so prahle nicht mit deinem Glücke. – Gaal, 1262.
Lat.: Si corvus tacuisset, haberet plus dapis et sixae multo, minus invidiaeque. (Gaal, 1262.)
*11. Einen meyden, so weit man ein weiss Pferd sehen kann. – Chemnitius, II, 379.
*12. Ên mid'n as'n sla'nd Perd. – Eichwald, 1492.

Deutsches Sprichwörter-Lexikon . 2015.

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  • meiden — meiden …   Deutsch Wörterbuch

  • meiden — Vst. std. (8. Jh.), mhd. mīden, ahd. mīdan, as. mīđan Stammwort. Aus wg. * meiþ a Vst. meiden , auch in ae. mīđan, afr. formītha vermeiden . Aus ig. * meit wechseln, tauschen , auch in l. mūtāre wechseln, weichen , lett. mitêt unterlassen ,… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • meiden — meiden: Das westgerm. Verb mhd. mīden, ahd. mīdan, niederl. mijden, aengl. mīđan gehört im Sinne von »(den Ort) wechseln, ‹sich› verbergen, ‹sich› fern halten« zu der unter ↑ Meineid dargestellten idg. Wortgruppe. Eng verwandt sind die Sippen von …   Das Herkunftswörterbuch

  • meiden — V. (Mittelstufe) geh.: sich von etw. fernhalten Synonym: ausweichen Beispiele: Seit einigen Jahren meidet er Alkohol. Aus irgendeinem Grund meidet er mich in letzter Zeit …   Extremes Deutsch

  • meiden — obs. form of maiden …   Useful english dictionary

  • Meiden — Vermeidung; Vermeiden; Umgehung * * * mei|den [ mai̮dn̩], mied, gemieden <tr.; hat: jmdm., einer Sache, mit der man nicht in Berührung kommen will, aus dem Wege gehen: die beiden meiden sich/einander; bei Einnahme von Medikamenten sollte man… …   Universal-Lexikon

  • meiden — (sich) fliehen (literar.); aus dem Wege gehen; ausweichen; (sich) entziehen; scheuen; auf Abstand bleiben; einen Bogen machen (um) (umgangssprachlich); bleiben lassen ( …   Universal-Lexikon

  • Meiden (2) — 2. Meiden, verb. irreg. act. Ich meide, du meidest, er meidet; Imperf. ich mied; Mittelw. gemieden; Imperat. meide. Es bedeutet, 1) eigentlich, einer Person oder Sache aus dem Wege gehen, sich hüthen, daß man sich nicht mit ihr an Einem Orte… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • meiden — mei·den; mied, hat gemieden; [Vt] 1 jemanden / etwas meiden mit jemandem / etwas keinen Kontakt haben wollen, also z.B. jemanden nicht sehen oder treffen wollen ≈ jemandem aus dem Weg gehen: Seit ihrem Streit meiden sich Peter und Hans; Er mied… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Meiden (1) — 1. * Meiden, verb. reg. act. welches im Hochdeutschen veraltet ist, ehedem aber schneiden, und in engerer Bedeutung verschneiden, castriren bedeutete. Daher war Meide oder Meiden ehedem ein verschnittenes Pferd, ein Wallach, welches Wort viele… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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